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Unser Erlebnisbericht - kann nicht verallgemeinert werden
Kai hat einen guten Job gefunden. Er verdient einen guten Stundenlohn als Plating Assistent. Er arbeitet aufgrund der unendlichen Arbeit immer 12 Tage am Stück (je nachdem wie die Feiertage fallen auch mal bis zu 18 Tagen am Stück, hat aber auch schon mal 3 Wochen am Stück gearbeitet) und hat dann 2 Tage (oder je nachdem wie die Feiertage fallen 3 Tage) frei. An jedem Samstag den er arbeitet, bekommt er 50 %, an Sonntagen 100 % und an offiziellen Feiertagen 150% Lohnzuschlag auf seinen Lohn obendrauf. Auch jede einzelne Überstunde bekommt Kai mit 50% Zuschlag bezahlt. Er arbeitet keine Minute für umsonst. Das heisst, wer arbeiten kann und arbeiten will, kann auch gut verdienen. Als Isabell noch in Deutschland war, hat Kai (in Edmonton) nur gearbeitet und dementsprechend gut verdient. Die Arbeitszeit fängt 8 Uhr morgens an und endet 16.30 Uhr. Es gibt 3 Pausen, Frühstück (10 min), Mittag (30 min) und Kaffeepause (10 min). Am Wochenende und an den Feiertagen wird gearbeitet bis die Arbeit fertig ist, das kann nach 4 Stunden oder nach 8 Stunden sein. Kai bekommt alle 14 Tage einen Gehaltsscheck, was wir super finden. Der Nachteil hier in unserem Fall, Kai bekommt nur das bezahlt was er arbeitet. Das heisst, nimmt er einen Tag frei, bekommt er keinen Cent Geld, ebenso bei “Krankheit”. Das bekommt man nur bezahlt, wenn es ein Arbeitsunfall war oder eine Versicherung hat, die das abdeckt. Momentan haben auch wir mit der weltweiten Rezession zu kämpfen. Besonders schmerzhaft war der Einbruch der Ölpreise auf knapp über $ 30 je Barrel. Viele Unternehmen in der Ölbranche stellten die Arbeit ein, weil mit diesem niedrigen Preis keine gewinnbringende Ölförderung in Kanada möglich ist (der Ölpreis sollte über $ 60 liegen damit es sich für die Unternehmen hier lohnt). Leider sind hier in Alberta fast alle Firmen mehr oder minder direkt oder indirekt mit dem Ölgeschäft verknüpft, was voll auf unsere Firma durchschlug, da diese auf Reparaturen von Ölförderequipment spezialisiert ist. Nachdem Kai in der ersten Jahreshälfte öfters mal einen unbezahlten Tag frei nehmen musste, seit März 2009 sogar jede Woche einen Tag. Nun ist auch seine Firma seit Mitte Juli 2009 in einem Kurzarbeitsprogramm (Worksharing), so das Kai wenigstens am erzwungenen Frei noch ein paar Dollar vom Arbeitslosengeld bekommt.
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