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Unser Erlebnisbericht - kann nicht verallgemeinert werden
Wir leben mittlerweile in unserem dritten Apartment. Nach dem Ausscheiden der Property-Manager (Hausverwaltung) entschloss sich der Besitzer das Gebäude als “Familienunternehmen” weiter zu führen. Lange Rede kurzer Sinn, der Service liess nach (156 Apartments), der Stress-Level stieg, das Niveau der Mieter sank von Monat zu Monat und statt Schnee zu Räumen wurde einfach mal die Zugangstür von Innen abgeschlossen und ein Out-of-Order Schild dran gehängt, weil die Assistenten lieber Fernseher schauten als Schnee zu räumen. Nachdem das alles noch mit einer Mieterhöhung zusammen kam, war es das für uns.
Glücklicherweise fanden wir diesmal recht schnell ein neues zu Hause, gerade mal ein paar Strassen nördlich von unserem alten Heim. Ein gerade mal 6 Jahre altes Gebäude mit Sprinkleranlage in jedem Raum. Der Raumzuschnitt ist phantastisch und statt ein 1-Bedroom-Apartment mit Loft haben wir jetzt ein 2-Bedroom-Apartment, mehr Stauraum, eine grössere Küche und das für weniger Geld. Zwar gibt es kein Fitness-Center oder Pool mehr, letzteren haben wir wegen Überfüllung sowieso gemieden. Dafür kann man für $ 40 mehr in der beheizten Tiefgarage parken und Wäsche muss man auch nicht mehr im Gemeinschaftswaschraum waschen, wo dir schon mal einer die Wäsche aus dem Trockner nimmt um auf deine Kosten seine Wäsche fertig zu machen. Nein hier haben wir Waschmaschine und Trockner im Apartment! Für mehr Infos und die Möglichkeit des Vergleichs, siehe Lagepläne unten.
Wie in jeder nordamerikanischen Stadt, sollte man sich (wenn möglich) vorher genau erkundigen, in welchen Stadtteil man zieht. Es gibt auch hier in Edmonton einen Stadtteil, wo jeden Monat Menschen gewaltsam sterben, es vermehrt Einbrüche und offene Gewalt auf der Strasse gibt. Ebenso gibt es Stadtteile wo nur bestimmte Nationalitäten leben, die dann selbst in ihrer Community Probleme haben (da sie sich mit den Nachbarnationen nicht gut verstehen). Generell ist von Anfang an zu sagen, das man wohl kaum den Standard findet, den man in Deutschland gewohnt ist. Durch die Bauweise (Holz) ist hier nicht weit her mit Schallschutz. Wenn man jemanden über einem hat, hört man jeden Schritt und in genau welches Zimmer derjenige sich bewegt. Ebenso hört man andere lachen... Wir hören sogar ganz genau, wenn unser Nachbar duscht - nur mal so als Beispiel. Hier sind sehr viele Apartments mit Teppich und dementsprechend sehen die meistens auch aus. Ebenso das Laminat was sich in der Küche und dem Bad befindet (und wenn man Glück hat, im Essbereich) hat meistens viele Macken, ausser man ist damit gesegnet, in ein nagelneues Apartmentbildung zu ziehen. Die Apartmentpreise variieren sehr und man sollte sich wirklich die Zeit nehmen ausgiebig zu suchen. Wir wissen das dies am Anfang schwer möglich ist. Wir hatten keine Zeit zum suchen, da die Hotelkosten sonst zu hoch gewesen wären. Das Beste was Kai finden konnte in der kurzen Zeit war ein Basement (Keller) Apartment, mit von Bleiche zerfressenen Badearmaturen und ungebeten Gästen (Käfer, Ameisen und andere komische Krabbeltiere). Von den enormen Rissen in den Wänden und nicht richtig zusammen gefügten Ecken wollen wir mal nicht sprechen. Dabei war das noch das Beste. In den anderen Apartments lag Hundekot auf den Balkons, die Teppiche waren voll Urin oder es hat nach Tod gerochen. Wir haben bereits von Deutschland aus gesucht und wir haben wirklich sehr aufs Aussehen geachtet. Das nächste Problem war, das auch die meisten Apartments alle erst ab einen bestimmten Datum frei sind. Manchmal kann man nicht sofort einziehen und viele Mietanzeigen kann man als allgemeine Werbung verstehen..
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