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Januar - März 2010
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Besuch auf der Hochzeitsmesse
Nachdem wir es in Stuttgart jedes Jahr gemacht haben, auch nachdem wir schon verheiratet waren, haben wir die Gunst der Stunde mal wieder genutzt und eine Hochzeitsmesse besucht. Da hier in Canada die Hochzeiten schon etwas anders gefeiert werden als in Europa waren wir sehr gespannt was uns hier auf der Edmonton auf der Northlands Expo erwarten würde. Es war total anders als man es von Deutschland gewöhnt ist. Statt der vielen kleinen Anbieter von Ringen, Torten, Hotels, Geschenkläden, Beckleidungsläden für Damen und Herren waren hier sehr verstärkt Eventplaner / Weddingplaner und Fotografen vertreten. Anders als in Deutschland macht man sich hier nicht groß die Mühe eine Hochzeit selber auszurichten, Man(n) und Frau lässt planen und zwar das Vollprogramm. Alles worum man sich selber kümmern muss ist die Torte, der Fotograf und das Brautkleid und vielleicht noch die typische 15 m Stretch-Limousine. Es gab auch viele Boot-Camps die ihre Dienste anboten um das holde Paar noch mal in Form zu bringen damit jeder in sein Dress passt. So fit wie am Tag der Hochzeit wird das Paar dann nie wieder sein. Wir haben die Chance genutzt und bei der Modenschau einige Bilder gemacht, welche ihr in unserer Fotogalerie betrachten könnt.
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Bester Amateur Spieler 2009
Wie einige sicher wissen, pflegen wir beide hier regelmässig deutsches Kulturgut. Eigentlich haben wir mit der Pflege von deutschem Kulturgut nun wirklich nicht viel am Hut, sonst wären wir ja in Deutschland geblieben. Seitdem ich (Kai) nun schon fast 2 Jahre Mitglied im Edmontoner Skatverein “Spree Asse” und auch zahlendes Mitglied der ISPA (International Skat Players Association) bin, hat sich Isabell nun auch entschlossen mehr Skat zu spielen. Nachdem vom Hauptverein ein neuer Unterverein speziell für Anfänger gegründet wurde, macht es Ihr auch viel mehr Spass, als zuvor sich mit der Alt-Herren-Riege herumzuärgern. Zur Jahresabschlussfeier im Skatverein erhielt Isabell als beste(r) Spieler/in bei den Beginnern die Trophy als Bester Amateur-Spieler 2009! Herzlichen Glückwunsch nochmals von meiner Seite! Ich, Kai habe auch eine Auszeichnung bekommen, Jüngstes eingetragenes Mitglied! Besser als der Preis für den schlechtesten Verlierer.
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Besuch der Edmonton Motorshow
Letzte Woche haben wir beide die Automobilausstellung von Edmonton angeschaut. Sie ist zwar nicht ganz so gross wie die von Detroit oder Frankfurt, aber immerhin wurden 500 Fahrzeuge ausgestellt. Hier gab es alles, vom kleinen Smart, über alle möglichen asiatischen Autos, amerikanische SUV’s, Pick-Up Trucks, VW, Audi, BMW, Mercedes hin zu Lamborghini und Ferrari. Es war ein wahrer PS-Rausch und auf dieser Ausstellung wurde uns einmal mehr wieder ein Grund in Erinnerung gerufen wieso wir Deutschland verlassen haben... Auch die Zubehör Hersteller haben das beste zur Schau gestellt was sie hatten. Wäre hier jemand vom TÜV vorbei gekommen, die würden auf der Stelle mit einem Herzinfarkt umfallen. Schaut euch einfach die Bilder in unserer Fotogalerie an!
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Besuch auf der Edmonton RV Expo 2010
Wo waren sie? Ja die Frage habe ich bis hier rüber nach Kanada gehört! Auf neudeutsch nennt sich so etwas Camping Messe, nur das man hier in Canada ein etwas anderes Verständnis für Camping hat. RV = Recreation Vehicle = Erholungsfahrzeug (Bastei-Wohnwagen / Hymer-Caravans). Die Unterschiede zwischen Deutschland und Canada sind auch in diesem Bereich deutlich zu spüren, wo es in Deutschland aufhört fängt es hier gerade mal an, die Arme-Leute-Version versteht sich. Wir haben festgestellt, das durch bestimmte Wörter völlig uns fremde Personen durch Google auf unsere Seite geleitet werden, solche Schlagwörter wären: Caravaning, Camping, Wohnmobil, Kanada, Canada, RV usw... Um diese Sachbesucher zum Thema Caravaning, welcher durch Google “ausversehen” auf unsere Seite geleitet wurden nicht zu entäuschen, wollen wir einen kleinen Leistungsvergleich abhalten Caravan vs. nordamerikanische RV’s. Für Deutschland denke ich, ist es nur gerecht Hymer, den europäischen Marktführer Reisemobile & Caravans in das Rennen zu schicken. Für Nordamerika schicken wir Forest River, einen von hunderten nordamerikanischen RV Herstellern ins Rennen, Standard nichts Besonderes. RV’s ist nur der Oberbegriff welcher dann noch wie folgt untergliedert werden:
 - Popup Camper / Tent-Trailer = Faltcaravans
 - Hybrid Camper = Normal Caravan mit Zelterweiterung (nie in Deutschland gesehen)
 Light Trailer = Caravan / Wohnwagen
 Fifth-Wheels = Fünftes Rad, Voraussetzung ist ein Pick-Up Truck, so das diese Klasse nicht in Europa verkauft wird
 Toy-Hauler - Anhänger mit Garage für ATV’s / Quad’s / Crossbike - nicht in Europa
 Motorhome = Wohnmobil, auch hier sind die Vorstellungen darüber zwischen den Kontinenten verschieden
Für Hymer wird das Top Modell der Caravan Reihe antreten, Hymer Nova S 690 und ich habe lange überlegt gegen was?! Ein Fifth-Wheel wäre unfair, deswegen darf es gegen Forest River’s Eco-Lite Modell Surveyor Ultralight Endline Modell SV-305 antreten. Diese Serie wurde extra dafür entwickelt, das es jeder Mini-Van wegziehen kann. Alles ohne Sonderausstattungen.
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Alle die mehr über Camping & Caravaning wissen wollen empfehle ich die Seiten der Hersteller oder der Fach-Magazine zu besuchen.
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Reise in die Vergangenheit
An unserem freien Wochenende im Januar haben wir es uns nicht nehmen lassen eine kleine Reise in die Vergangenheit Albertas zu unternehmen. Wir sind gute 270 km südlich in die Bad Lands nach Drumheller gefahren. Dort haben wir dann einige Ghost Towns besucht. Ich will euch nicht gross mit Zahlen und Geschichten darüber langweilen, dies wird alles in einem kommenden Projekt aufgearbeitet. Nur soviel, es war unglaublich diese Stimmung vor Ort mitten im Januar zu erleben, ohne Touristen oder verbleibende Anwohner. Weil wir nicht wissen wann unser Projekt auf den Beinen steht haben wir schon mal ein paar Bilder dieser Ghost Towns in unserer Fotogalerie veröffentlicht.
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Abschlussworte zu Olympia
Das waren für uns einfach unbeschreibliche Olympische Winterspiele, wir haben noch nie so mitgefiebert wie bei diesen. Wir haben sehr viele emotionale Momente erlebt, den kanadischen Patriotismus noch nie so erlebt wie zu Olympia. Es lag ein riesen Olympiafieber über der gesamten Nation. Wir möchten mit Euch die schönsten, emotionalsten und traurigsten Momente noch einmal im Rückblick mit Euch teilen. Wir hoffen es gefällt Euch. Unvergessen natürlich die Eröffnungszeremonie. Natürlich lief die nicht ohne Pannen ab. Dennoch war die Show ein Spektakel aus Licht und Illusion. Die schönsten Elemente für die Kanadier waren der Snowboarder der durch die Olympischen Ringe gesprungen ist, die Wale und der grosse Lichterbär. Wir fanden ganz besonders toll, das die verschiedenen Stämme der Ureinwohner Nordamerikas mit einbezogen wurden. Eine Menge Diskussionen gab es über die Präsentation der Nationalhymne und das Versagen der vierten Feuersäule.
Nun widmen wir uns ein wenig den Sportlern. Das Erste Ereignis auf was wir zurück blicken wollen, ist die erste Goldmedaille für Kanada. Alexandre Bilodeau gewann im Freestyle Skiing das erste Gold. Ganz besonders berührte die Nation, wie Alexandre seinen behinderten Bruder in die Arme nahm. Das haben viele als eines der bewegendsten Szenen bei Olympia bewertet und wird unvergessen bleiben. Die nächste Szene die viele berührt hat, war als Charles Hamelin Gold gewann. Er sprang auf die Bande und seine Freundin sprang von der Zuschauerseite auf die Bande. Beide umarmten sich herzlich. Joannie Rochette geht als Held in die Geschichte der 21. Winterspiele in Kanada ein. Ihre Eltern waren mit Ihr in Vancouver um ihre Performance im Eistanz zu sehen. Während Olympia starb ihre Mutter an einem fatalen Herzinfarkt mit nur 54 Jahren. Trotzdem trat sie beim Kurzprogramm und der Kür an. Bei der Galashow lief zu dem Lieblingslied ihrer Mutter. Nach jedem Lauf schaute sie in den Himmel und weinte. Die ganze Nation war tief berührt und stolz auf Joannie. Natürlich darf auch der tragische Tod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili nicht fehlen. Auch bei der Abschlusszeremonie trug das Team Georgiens ein schwarzes Band als Erinnerung. Auch der Präsident des internationalen olympischen Komitees erwähnte ihn nochmals bei der Abschlussrede. Der wohl beste Moment für die Kanadier war der Sieg im Eishockey gegen die USA sowohl bei den Männern wie bei den Frauen. Eine ganze Nation von Ostküste zu Westküste war ausser Rand und Band.
Die Abschlusszeremonie war spitzen klasse. Die vierte Säule war repariert und die Flamme wurde erneut angezündet, von der Sportlerin die bei der Eröffnungszeremonie nicht die Möglichkeit hatte. In der Show kam alles vor, was Kanada repräsentiert: Mounties, Biber, Elche, Kanu's und Bären. Es trat die Cream de la Cream der kanadische Kuenstler auf wie z.B. Alanis Morisette, Nickelback, Simple Plan und viele mehr. Bewegende Reden wurden von William Shatner und Michael J. Fox gesprochen. Hier ein kleiner Auszug aus William Shatners Rede:
“I’m proud to be a Canadian, a people who know how to make love in a canoe, which is why our health care system covers splinters".
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Amoklauf in Edmonton
2 Tote und einen schwer Verletzten forderte ein Amoklauf am Freitag den 12.03.2010 in einem West-Edmontoner Autohaus. Der wegen rassistischer Kommentare suspendierter Mitarbeiter Dave Burns betrat kurz vor 8 Uhr morgens die Räume seines Arbeitgebers und eröffnete das Feuer auf die im Servicebereich arbeitenden Kollegen. Nachdem er den Manager des Ersatzteillagers tötete und einen weiteren Mitarbeiter lebensgefährlich verletzte, richtete er die Waffe gegen sich selbst. Als die alarmierte Polizei eintraf musste eine der ersten Polizistinnen vor Ort feststellen, das der erschossene Mitarbeiter ihr Ehemann war. Wie einige Tage später durch Recherchen in Zeitungsarchiven bekannt wurde, war der Todesschütze bereits schon zuvor zum Mörder geworden. 1974 tötete er, als 19 Jähriger, einen 18 Jahre alten Jugendlichen mit einem Messerstich ins Herz, wegen einem verschütteten Bier. Da er als Jugendlicher wegen Totschlags verurteilt wurde, konnte er bereits nach 2 Jahren das Gefängnis verlassen worauf er Sasketchewan verliess und nach Edmonton zog. Besonders tragisch ist, das bis zum Tage des Amoklaufs, niemand wusste das Burns schon einmal tötete, da Gerichtsakten in Kanada 10 Jahre nach dem verbüßen der Strafe vernichtet werden. Während die Angehörigen des Täters ihn auf Facebook als lieben Familienvater und guten Menschen huldigen und seine Tat als unerklärlich hinstellen oder noch Motive suchen seine Tat zu verteidigen, wird doch immer klarer das er nur ein sehr lauter Hitzkopf war der, wenn er trank (das tat er viel und gern) regelmässig seine Beherrschung verlor.
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